Unabhängigkeit I – Querverbindungen

Von einem Bürgermeister darf erwartet werden, dass er sich objektiv für die Belange seiner Gemeinde einsetzt. Er muss die Interessen der Gemeinschaft vertreten, nicht die Interessen bestimmter Personen oder Institutionen. Querverbindungen zu bestimmten Personen oder Institutionen hindern einen Bürgermeister mitunter daran, sich vor allem für das Gemeinwohl einzusetzen. Wenn aus dem persönlichen Umfeld Forderungen an einen Amtsträger herangetragen werden, auch einmal etwas zu tun, was nicht im öffentlichen Interesse liegt, so ist es oft schwer, sich dennoch dagegen und für das Gemeinwohl auszusprechen.

Zwar bin ich in Mühltal aufgewachsen und lebe hier. Natürlich bestehen da auch viele persönliche Bindungen. Dennoch fühle ich mich unabhängig genug, um im Interesse des Gemeinwohls auch Entscheidungen zu vertreten, die nicht im persönlichen Interesse bestimmter Menschen oder Gruppen liegen. Mitgliedschaften in konkurrierenden Vereinen etwa halte ich nicht für sinnvoll, weil ich niemanden bevorzugen oder benachteiligen möchte.

Auch bin ich mit keiner Person, die in der örtlichen Politik tätig ist oder die besondere Interessen etwa an die Gemeindevertretung heranträgt, verwandt oder verschwägert. Ich bin schließlich keiner etablierten Partei zur Dankbarkeit verpflichtet, weil sie mich nominiert hat. All das sehe ich als beste Voraussetzungen an, um mich wirklich unabhängig für das Gemeinwohl einzusetzen.

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