ÖPNV

ÖPNV I

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) spielt für Mühltal eine wichtige Rolle bei der Lösung unserer Verkehrsprobleme. Mühltal leidet insbesondere unter dem allmorgendlichen Stau auf der B 449 in Richtung Darmstadt. Nach meiner Überzeugung würden viel mehr Menschen Busse oder Bahnen nutzen, wenn es weitere vernünftige Angebote gäbe. Gibt es diese Angebote nicht, wird oft auf das Auto ausgewichen, was zu weiteren Staus führt.

Wenn Schulkinder in Traisa schlicht nicht mehr in den Bus nach Darmstadt hineinpassen, werden sie mitunter von den Eltern im Auto nach Darmstadt gefahren. Damit wird weiterer Stau produziert. Auch die latent überfüllten Züge der VIAS tragen dazu bei, dass Menschen wider Willen statt mit der Bahn mit dem eigenen Auto fahren. Solange es solche Missstände gibt, bleibt es beim Stau. Kommen weitere Wohngebiete hinzu, wird auch der Stau zunehmen. Als Mitglied des Kreistages hatte ich am 22. Mai 2017 einen Antrag vertreten, der zum Ziel hatte, auf der Odenwaldbahn auch Doppelstockzüge einzusetzen. Ein Probebetrieb hatte ergeben, dass dies zur Kapazitätssteigerung problemlos möglich ist. Leider stimmten SPD, CDU, FDP und Grüne im Kreistag nicht zu.

Vor der Ausweisung immer weiterer Wohngebiete sind nach meiner Auffassung erst die Grundlagen zu schaffen, um zum Beispiel den daraus resultierenden Verkehr aufzufangen. Eine dieser Grundlagen ist die Bereitstellung ausreichender ÖPNV-Verbindungen. Die Politik darf nicht immer neue Baugebiete ausweisen, ohne zuvor ihre Hausaufgaben zu machen. Schafft sie es nicht, vernünftige Bus- und Bahnverbindungen durchzusetzen, sollte sie sich auch mit neuen Baugebieten zurückhalten.

 

ÖPNV II

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist auch in Mühltal ein ganz wichtiger Träger der Personenbeförderung. Nach dem Fahrplanwechsel habe ich mir ein Tagesticket gekauft und habe die Mühltaler Strecken mehrfach befahren, um ganz praktische Erfahrungen zu sammeln. Dabei habe ich festgestellt, dass von allen Ortsteilen aus in den Stoßzeiten zwar akzeptable Verbindungen nach Darmstadt vorhanden sind. Die Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten und zwischen den Ortsteilen sind aber mitunter schlecht. Aus diesem Grund wird der ÖPNV oft nur von den Menschen genutzt, die selbst kein Auto haben. Ziel sollte es aber sein, den Bus- und Bahnverkehr so attraktiv zu gestalten, dass er als einigermaßen akzeptable Alternative zum eigenen PKW empfunden wird.

Als Bürgermeister möchte ich daher unter Mitarbeit der Bürgerschaft Schwachstellen im ÖPNV zusammentragen und realistische Verbesserungen vorschlagen. Hier ist es wichtig, als Gemeinde Defizite zu benennen, die den Erstellern der Fahrpläne vielleicht gar nicht immer bewusst sind. Für mich beginnt die Verantwortung vor Ort, wir sollten nicht erwarten, dass andere unsere Anliegen automatisch erahnen.

 

Bahnhofsbus

Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am 20. Dezember 2017 mit ganz großer Mehrheit beschlossen, eine Busverbindung von Frankenhausen in den Ober-Ramstädter Stadtteil Modau anzustoßen. Zugleich wurde benannt, dass der Bus NE wegen seines Fahrplanes als Zubringer zum Bahnhof problematisch sei. Dieser Bus hält auch nicht direkt am Bahnhof, sondern unterhalb in der Odenwaldstraße.

Die mir ohnehin bekannte Nachfrage nach einer wirklich verlässlichen und guten Busverbindung zum Bahnhof habe ich zusammen mit Fachleuten in einen Vorschlag ausgearbeitet, den ich als Bürgermeister umsetzen möchte. Die nun politisch ohnedies gewollte Verbindung von Modau nach Frankenhausen soll über Waschenbach, die Nieder-Ramstädter Einkaufsmärkte, die Bergstraße, die Dornwegshöhstraße und die Alte Darmstädter Straße bis an den Bahnhof verlängert werden. Dort soll der Bus direkt anfahren und wie in Neutsch wenden.

Die einfache Fahrzeit beträgt etwa 23 Minuten. Der Bus würde stündlich fahren und hätte einen direkten Anschluss an die Odenwaldbahn mit nur ganz kurzen Fußwegen und wenig Wartezeit. Er käme jeweils zehn Minuten vor der vollen Stunde am Bahnhof an und würde vier Minuten nach der vollen Stunde wieder nach Modau fahren. Damit entstünde eine wirklich komfortable Verbindung zum und vom Bahnhof, ein Zeitpuffer würde auch Verspätungen des Busses abfedern.

 

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