Gemeinschaftsleben

  • jeder gibt, wie er kann

Meine Großmutter hatte das Lebensmotto “Jeder gibt, wie er kann”. Sie meinte damit, dass sich jeder nach seinen Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzen sollte. Wer handwerklich begabt war, der half in der Großfamilie beim Hausbau, wer gut backen konnte, der versorgte die Baustelle mit Kuchen. Und wer keine Zeit, aber Geld hatte, der zeigte sich zu Geburtstagen oder zu Weihnachten richtig großzügig.

In unserer Gemeinde gibt es zwar nur noch ganz wenige Großfamilien, aber dennoch eine Kultur des Sich-Einbringens. Feuerwehrleute stellen ihre Bereitschaft, Vereinsmitglieder ihre Arbeit und so manche besser Betuchten großzügige Spenden für das Gemeinwesen zur Verfügung. All das ist sehr gut so und trägt dazu bei, dass auch ich mich in Mühltal sehr wohl fühle. Als Bürgermeister würde ich diese Kultur gern weiter stützen. Darin sähe ich meine Aufgabe in diesem System.

Eltern von Kindergartenkindern möchte ich nicht als Gegner wahrnehmen, sondern als Verbündete, die durch ihr Engagement gezeigt haben, dass sie sich einbringen wollen. Statt die Energie für Konfrontationen aufzubringen, wären manche Eltern vielleicht bereit, zum Beispiel Patenschaften für Spielplätze zu übernehmen und sich in die Gestaltung einzubringen.

Waldschützer sollten nicht immer wieder genötigt werden, auf Defizite hinzuweisen. Auch sie bringen sich ehrenamtlich ein. Die Beseitigung der von ihnen benannten Missstände wäre genau genommen eine Kleinigkeit. Im Gegenzug könnten die Waldschützer ihre Energie etwa für geführte Waldwanderungen verwenden. Damit wäre nicht nur ihnen geholfen, sondern uns allen.

 

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