Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) I

Die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) ist eine Einrichtung, die zwar zur evangelischen Kirche gehört, aber nicht mit der Kirche vor Ort verwechselt werden darf. Ursprünglich widmete sie sich allein der Behindertenbetreuung, die laut Satzungszweck auch heute noch die Aufgabe der NRD ist.

Inzwischen hat die Organisation aber weitere Geschäftsfelder erschlossen. In Mühltal tritt sie seit einiger Zeit insbesondere als Projektentwicklerin auf, die Grundstücke in Bauland durch die Gemeindevertretung umwidmen lässt, um sie anschließend zu verkaufen. Das Gewerbegebiet Ruckelshausen ist ein Beispiel. Hier wurde Ackerland in Bauland für Gewerbe umgewandelt, das nun zu entsprechenden Preisen veräußert wird. Für das Areal der ehemaligen Anstaltsmühle ist es ähnlich geplant. Dabei hat die Gemeindevertretung einen Bebauungsplan beschlossen, der eine Wohnbebauung zulässt. Nach meiner Auffassung ist es zwar richtig, dort Wohnbebauung zu ermöglichen. Allerdings hat sich dieser Bebauungsplan offenkundig zu sehr an den Wünschen der NRD orientiert und zu wenig an der umliegenden Bebauung.

Nun möchte die NRD auch das ehemalige Kerngelände Dornberg, das heute lediglich eine recht wertlose “Sonderbaufläche” ist, in ein wertvolles Wohngebiet umwandeln, um insbesondere Flächen daraus als Bauland zu verkaufen. Für die Ausweisung von Wohngebieten ist jedoch nicht die Eigentümerin, sondern die Gemeindevertretung zuständig.

Daher wurden auch wir als Fraktion FUCHS zu Einzelgesprächen auf das Diakoniegelände geladen. Bei Häppchen und Getränken sollten uns die Pläne der NRD präsentiert werden. Ziel war es offenbar, uns eine Zustimmung abzuringen. Dieses Verfahren hielten wir für falsch, schon weil wir uns nicht einladen lassen wollten. Wir schlugen daher vor, die Präsentation an einen neutralen Ort zu verlagern, wobei wir die NRD-Vertreter gern eingeladen hätten. Überdies wollten wir, dass die Öffentlichkeit an der Vorstellung teilhaben kann. Das wollte die NRD nicht, weshalb es zu keiner Präsentation uns gegenüber außerhalb der dafür ohnehin vorgesehenen Gemeindegremien kam.

 

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